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Kursnummer: S30016

Info: Es gilt als etabliert, dass die Materie im Universum überwiegend aus Teilchen der Dunklen Materie besteht. Diese Teilchen haben unbekannte Eigenschaften, sie dürfen nur nicht im Standardmodell der Teilchenphysik enthalten sein (sonst hätte man sie bereits in Beschleunigern und anderswo entdeckt). Es könnten ultraleichte Elementarteilchen sein (ähnlich zu Neutrinos) oder sehr schwere Teilchen (sehr viel schwerer, als Neutronen zum Beispiel). Die Existenz der Teilchen der Dunklen Materie ist lediglich ein Postulat, und stellt eines der bedeutendsten Hypothesen der modernen Physik dar.

Das Standardmodell der Kosmologie basiert auf Einsteins Gravitationstheorie, dem Postulat dass diese Theorie auch auf sehr großen Skalen gilt (eine sehr große Extrapolation vom Sonnensystem heraus), dem Postulat dass die Dunkle Materie die dominante Form der Materie darstellt, und dem Postulat, dass alle Materie in einem heißen Urknall entstand. Dieses Standardmodell der Kosmologie gilt als sehr erfolgreiche Beschreibung des beobachteten Universums.

In diesem Vortrag wird dieses Modell durchleuchtet, und es werden sehr klare und rigorose Vorhersagen abgeleitet, wie sich Galaxien untereinander verteilen sollten, wenn dieses Modell stimmt. Der Vergleich dieser Vorhersagen mit den tatsächlichen Daten zeigt aber in besorgniserregender Weise, dass die Beobachtungsdaten in allen Fällen im krassen Gegensatz stehen zu den Vorhersagen. Insbesondere dort, wo die Datenlage exzellent ist, also in der unmittelbaren kosmologischen Umgebung unserer Milchstraße, passt das Standardmodell der Kosmologie überhaupt nicht. Anhand einer Vielzahl von wissenschaftlichen Überprüfungen, zeigt sich ein konsistentes Resultat: die Dunkle Materie gibt es nicht, und somit stimmt das gesamte Standardmodell der Kosmologie nicht.

Diese Feststellung deutet auf die möglicherweise größte Krise der Physik in der Geschichte hin, bedeutet aber auch, dass brillante junge Wissenschaftler die besten Möglichkeiten haben, bahnbrechende neue Erkenntnisse zu gewinnen. Warum sich aber die Forschungsgemeinschaft de facto im Stillstand befindet, stellt eine sehr interessante Forschungsfragestellung der Philosophie der Physik und der Soziologie dar, und wirft auch Fragen auf zur Organisationsstruktur der heutigen Wissenschaftslandschaft, insbesondere in Deutschland.

Kosten: 6,00 €

Datum Zeit Straße Ort
Di. 11.02.2020 19:00 - 20:30 Uhr Dollendorfer Straße 44 Volkshochschule Siebengebirge, Schulungsraum

 

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März 2020